Komi Zyrians Traditional Culture

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P.I.Tschistalew DIE MUSIKINSTRUMENTE DER PERMISCHEN VÖLKER
Komi Zweigstelle der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, 1980, Herausgabe 61.

EINLEITUNG

In der musikalischen Kultur der permischen Völker, die den gemeinsamen Urgrund haben, bildeten sich geschichtlich einige Aufschlichtungen (Lagerungen) aus. Einige Erscheinungen der Ähnlichkeit Und (des Unterschieds) in der komi und udmurtischen liedermusikalischen Folklore und andere ethnomusikalische Zusammenhänge werden in den Arbeiten der sowjetischen und ausländischen Gelehrten von E.Gippius und E.Ewald, A.Osipow, P.Tschistalew, P.Lach, J.Krohn verzeichnet. Die beschreibend–vergleichenden Angaben in einzelnen udmurtischen Musikinstrumenten werden in den Arbeiten von A.Wjaisanen, K.Wertkow, G.Blagodatow und E.Jasowitska, A.Golubkowa angeführt. Insgesamt aber wurde das udmurtische Instrumentarium ungenügend enthüllt und erforecht. Der musikethnographischen Erforschung der komi volksmusikalischen Instrumente wurde eine spezielle Monographie gewidmet.

Die Erforschung der Musikinstrumente der Komi und Udmurten auf der Ebene der permischen ethnischen Gemeinsamkeit hat eine wichtige Bedeutung. Sir ermöglicht, eine Genealogie festzustellen und auf die bestimmten Entwicklungsstufen der Entstehung und Entwicklung der musikalischen Instrumentarien zu achten und ihre konstruktiven Formen, die Methoden der Herstellung, das Prinzip der Ordnungsbildung, Tonfolge, die musikalisch–ausführbaren Möglichkeiten, das Funktionieren vorzulegen usw.

Die vorliegende Mitteilung ist die vorläüfige und kurze Schilderung der gestellten Fragen.

Die Einführung des neuen Materials und die nachfolgende Komplexerforschung des nationalen Musikinstrumentariums, die unter den finnisch–ugrischen Völkern aktiv von den Sowjetmusikwissenschaftlern I.Matsijewskij, I.Brodskij, I.Tynurist wird als Quelle den breiteren Verallgemeinerüngen in finnisch–ugrischen und russisch — finno–ugrischen und anderen interethnischen Musikzusammenhängen dienen.

Herkunft und Entwicklung der Musikinstrumente der permischen Völker

Die Entstehung identischen Typen der Musikinstrumente der Komi und Udmurten kann zur Periode ihrer altertümlichen Gemeinschaft (das Ende des 2. Jahrtausends — 8.Jh) gerechnet werden. Dafür spricht die terminologische Verwandechaft der Instrumente (Z.B. syrj. c i p s a n und udm. c i p s o n), die Ähnlichkeit ihrer Konstruktionen, Tonleiter, Verfahren des Lautentlockens (Einziehung der Zuft bei dem Spielen syrj. j u s  p ö l a n und udm. c i p c i r g a n), die Nähe der archaischen Instrumentalmusik, funktional–rituelle Parallele und andere Besonderheiten.

Komi und Udmurten hatten groBe Ahzahl von Blasinstrumenten aus den Hohlstengeln der Röhrenpflanzen (syrj. g u m und udm. g u m e sind gemeinpermischer Herkunft). Als einfaches da von gilt syrj. k a l a  p ö l a n und udm. p e l l a n. Das sind geschlossene in der Öffnung des Rohres aus den frischen Rohnpfeif mit dem gespalteten Stengel. Instrumente, mit der teilweise Längsseite Öffnungsspalte Klassifikation nach gehören sie zu den freien Aerophonen mit dem Unterbrecher, die sich mit den Scheiben gestoBen werden. Die Tonhöhe hängt von der Spaltelänge (sie kann man mit den drückenden Fingern kürzer machen), und der Festigkeit des Materials. Das Tonfüllentimbre ist sanfts, gedämpft–matt, Gleich und einfach ist die Herstellung syrj. c i p s a n und udm. c i p s o n (der Pfiff) — das ist eine kleine geschlossene Längsflöte ohne Pfiffsöffnung und Spielenöffnungen.

Mehr vollendet ist p ö l a n  g u m und u z i  g u m y — das ist eine combinierende Lippenspaltlere Längsflöte von 500 bis 1000 Millimeter Länge. Die Rolle des Zapfens erfüllen Lippen des Musikanten. Es gibt keine Spielenöffnungen. Die Änderung der Tonhöhe wird auf Grund der SchlieBung und Öffnung mit dem Finger des unteren Flötenendes, den Grad der Gespanntheit des Lippengeräts und der Dynamik des Lufteinblasens. Konstruktivähnlich sind komi b a d p u  c i p s a n und udm. p e l l a n (die Pfeife aus dem lindenzweigchen). Das ist eine geschlossene Längsflöte, die im Frühling aus der Baumrinde hergestellt wird. Sie hat eine Pfeifenöffnung – eine Kerbe in der Pfeife und eingestellten Holzpropfen mit der Spalte. Einander ähnlich sind die udm. s a l a  c i p s o n und syrj. s ö l a  c i p s a n, das sind Haselhünenpfeifen; sie gehören zum Typ der geöffneten und geschlossenen Längsflöten mit der Ifeifenöffnung. Den udm. s a l a  c i p s o n machte man aus den Knochen der Vögel und kleinen groBen Raubtieren (die Instrumente solcher Art wurden in den Denkmälern der Stämme der Cepets–Kultur — des udm. Vorfahren der 10–19 Jh. entdeckt, und auch in der Ansiedlungen der Rodanov–Kultur (9–14 Jh.) der altertümlichen Komi–Permjake aufgefunden, aus den Gärisefedern, Gräserrohrpfeifen und Rinden, die aus den Bindeweiden und Faulbaumes und Lindenbaumes abgenommen hatten. Syrj. s ö l a  c i p s a n sind aus der Schwungfedern oder Blattfedern des Vogelknöchelchen, aus Baumrinde des Fichtenästchen, aus dem Metall (der Bronze). Ihre Tonabstimmung muB im entsprechenden Diapason des Haselhühnenpfeifen sein. Es existieren spezielle rhytmisch unterscheidenden Signalverlangen des Weibchens und Männleins.

Identisch sind die irdenen Pfeifen syrj. s o j  p ö l a n und udm. s u j  s u l a n, — das sind Kugelförmige Flöten in der Vogelform mit dem Spalt und den Seitenöffnungen. Auf solchen Instrumenten wurden gewöhnlich die lautnachahmenden den Vögelsingen (z.B. "der Kuckkuck").

Es liegt auf der Hand, das j u s  p ö l a n und c i p c i r g a n von den Urpermier geerbt wurden. Diese beide Musikinstrumente gehören zum Typ der natürlichen Langtrompesen ohne Mundstück und Vorsichtungen für die Tonhöheänderung. J u s  p ö l a n ist der lange schmale Hohlstengel des Grases mit dem denselben Namen. Seine Länge behält 1000–1500 mm. C i p c i r g a n endet mit groBe kegelförmige Birkenrindemuffe. Alle Töne dieser Instrumente entlockt man nicht durch das Einblasen, sondern durch das Lufteinblasen ins Instrument; die Lippen des Vortragenden scheffen dabei stoBartige Bewegungen der Luftströmen. Bei verschiedenen Stufen des Wiederblasens entsteht Obertonreihe, die dem Bereich nach ziemlich breit ist, in den 2.–3. Oktavengrenzen. Die Vortragenden betonen solche Töne, die mit der Tonart des Liedes übereinstimmen, andere Töne ergänzen sie mit arpeudjierten Passagen.

Komi und Udmurten haben auch monolinquale Aerophone: i d z a s  c i p s a n und c i p s o n , sie sind Strohpfeife mit dem angeschnittenen schlagenden einfachen Klöppelchen. Es sei bemerkt, daB die Tonhöhänderung nicht nur von der Spielöffnungszahl abhängt, sondern auch von der Dynamik des Einblasens. Der udmurtische t u t e k t o n der zu den Langtrompeten gehört, ist aus der Birkenrinde gemacht, oft aus Blech als kegelförmiges Böhrchen mit drei Öffnungen und einem Mundstück. Verbreitet waren auch Birkenrindenhörnchen des dritten (Klarinetten–) Typs mit den eingesetzten Holz– oder Schilfröhrchen, die einen einfachen Schilf als eingesehnittenes Klöppelchen darstellen. Die verdrillten Birkenrindehörnchen sind, wie der finnische Gelehrte N.Walonen vorausseht, Instrumente des alten Ursprungs. Man findet solche Instrumente nicht nur bei den Finnen, sondern auch bei den Karelier, Mari, Letten, Russen (bei den Esten sind diese Instrumente aus der Erle gemacht). Dieselbe Konstruktion haben Kratzidiophone: syrj. s a r g a n und udm. t a c y r t o n sind die Knarren, die als Kippenwelle mit dem Handgriff und bei der Rotation an ihr gleitende Lamelle in den Rohmen Beetehen.

Viele Instrumente entstanden und entwickelten sich nach der Teilung der permischen ethnischen Gemeinschaft in Syrjänen und Wotjaken, aber auch dem Grund einiger permischen Traditionen. Dazu gehören verschiedenartige sehnenphone Instrumente: dreisaitige Streich– und Zupf — s i g u d ö k (d.h.Haar–, Seitenhupe) und k r e z   s i (Huslen mit den Haarsaiten). Sie machten ihre Evolutionsentwicklung. Zum Beispiel: syrj. s i g u d ö k, die wir jetzt haben, teilt man dem Anferfigungsverfahren nach in die Instrumente mit dem gemeiBelten Körper und eingesohnittenen Hälschen ein, und in die Instrumente mit dem Blechkörper, der in ein Holzgestell eingebaut ist und einen durchlaufenden verlängerten Hälschen–Handgriff hat. Die äuBeren Formen der s i g u d ö k sind noch mannigfältiger. Es gaben s i g u d ö k mit den Ovalkörpern ohne Seitenausschnitte, andere s i g u d ö k hatten einen flächeren Körper mit den flieBenden ellipsenförmigen, steilen, halbkreisartigen, dreieckigen oder gestaltigen Ausschnitten (wie bei der Geige). Die Armkonturen des Körpers, die die Instrumentenform bestimmten, waren abschüssig (mit verschiedener Steilheit), aber viel seltener rechteckig.

Über das Altertum der wotjakischen Instrumenten schrieb schon der finnische Gelehrte A.Wajsanen im Jahre 1928: "...bei den Udmurten diente HoBhaar zum Stoff für die Seiten, was als Bewais über die lange Anwendung der Instrumente hervortrat. Das Udmurtische Wort s i bezeichnet "die Saite" und gleichzeitig "RoBhaar". Dieselbe Bedeutung hatte auch das syrjänische Wort s i.

Die Elemente der Gemeinschaft lassen sich bei dem syrjänischen b a d p u   p ö l y a n und dem udmurtischen b y z entdecken. Beide Instrumente gehören zur Gemeinschaft der Klarinette. Aber sie unterscheiden sich konstruktiv voneinander. Der Dudelsack (b y z) hat einen biegsamen Luftbehälter (Ledersack — "Blase"), worin eine melodische und eine aus Leder Röhrchen mit Lockpfeife eingebaut sind, sowie auch ein Röhrchen für Lufteinblasen. Die Entstehung der udmurtischen Dudelsackes war vielleicht eine Folge der ethnisch–kulturellen Beziehungen mit Mari und Tschuwaschen.

In den naheliegenden Regionen der syrjänischen und permjakischen Wölker kommen geschlossene langsläufige mehrläufige Flöten: k u i m a   c i p c a n (eine dreiläufige Pfeife), p ö l a n j a s, p o l a n n e z (Schalmeien) vor. Ihr musikalischer Bau ist durch folgende Faktoren bedingt: 1) konstruktiv–darstellerischer Faktor — durch technische Möglichkeit des Tonentlockens aus einem oder gleichzeitig zwei–drei Dudelsacken; 2) stilistischer Faktor — durch Variante der Ensemble– und Solodarstellung; 3) eigentlich musikalischer Faktor — durch das gebildete Sistem der harmonischen Mehrstimmigkeit.

Am meisten verbreitet ist der Bau, der aus zwei Dreiklängen und mehrsekundären Kopplung wie d2 f i s2 a — e2 g2 h2 besteht, sowie auch c2 e2 — f2 g2 (in den Ensemblen zwei–dreiläufigen Flöten); die Tonleiter der Solo (6–12–läufiger) Flöten liegen nicht in stufenweisen Art, sondern in aufgehend–heruntergehenden und gemischten Terze–Quintett– und Quartett–Rheienfolgen: c2. e2. g2. b2. c2. a2. f2. d2. b1, d2 a2 f i s2a2 d3 g2 e2 a2. Solche Struktur entstand als Folge der allmählichen Kopplung der Konsononzintervale; das sind Terze, Quarten, Quinten, Dier– und Molldreiklänge und ihre Umläufe.

Die Besonderheiten der Funktionierung der Instrumente

Die musikalischen Volksinstrumente der Komi und Udmurten sind ihrer Zweckbestimmung, Form, Zeit und Gebrauchsumständen nach vielfunktionell. Sie werden in Instrumente mit der angewandten und ästhetischen — im eigentlichen Sinne musikalischen — Funktion geteilt. Zur ersten Kategorie gehören vor allem Feldinstrumente mit arbeitsmagischen, schutzbenachrichtigenden Signalbestimmung. Diese Instrumente bringen hinsichtlich des Tones unordentliche, man kann sagen, "vormusikalische" Laute herorden Klang, das Geräusch und den Knall. Die zweite Gruppe bilden Instrumente, die unmittelbar mit verschiedenen ÄuBerungen der musikalischen Volkskultur verbunden sind. Auf den vorsprünglichen Stadien der Gesellschaftsentwicklung entstand bei den Völkern (und blieb auf lauge Zeit erhalten) der Glaube an die magische Kraft der Klang– und Geräuschgegeustände. Der Erforscher der Kultur des Volkes der Komi A.S.Sidorow schrieb: "Den Geräuschohrgehängen, die in der finnischen Welt seit dem X,XI Jh. solche Entwicklung und groBe Verbreitung gefunden haben, liegen wahrscheinlich die Vorstellungen von magischer Rolle des Metalllautes zugrunde". So werden bei den Komi Schellen und Berlocken an den Hals des Viehs gehängt, unter anderem mit demselben Zweck, damit die Wölfe über das Vieh nicht überfielen. Solche Berlocken (b r a k a l a) aber schon aus Holz hergestellt, werden bei den Renzüchtern an den Hals des Renes gehängt, gerade aus diesem realen Zweck.

Schutzbenachrichtende Signalfunktion hatten solche Instrumente, die einen starken, weit verbreitenden Klang oder Knall besaBen. Das waren Aerophonen: s u m ö d   pöl a n, die geschlagen und leicht geschüttelt werden, und Scharreuidiophonen: p u   b a r a b a n (die hölzerne Trommel), p u   b e d j a s (die hölzerne Stäbe), t o t s k ö d c a n (die Schlegel), s a r g a n, t a c y r t o n (die Rassel). Die mit Hilfe verschiedener klängenden Gegenstände — der Metallplatten, Glockengegebenen akustischen Signale dienten als Mittel der Information über die Naturkatastrophe, über die Einberufung der Dorfzusammenkunft.

Die Instrumente der musikalisch–ästhetischen Bestimmung haben verschiedene Bestehensformen. Sie sind an die Zeit und Umstände des Gebrauchs aufgeknüpft. Die Entwicklung und Ursprüngliche Ausnutzung vieler Instrumente sind direkt Oder undirekt mit produktionswirtschaftlichen Tätigkeit der Bauern der Komi in der Vergangenheit, insbesondere mit der Jagt, Viehzucht, mit den Waldarbeiten und dem Ackerbau verbunden.

Komi Jäger wohnten der Art ihres Gewerbe nach in den Waldhütten und waren eine lange Zeit vom üblichen häuslichen Leben getrennt. Mit Absicht des SelbstamüBements pflegten sie, für sich die musikalischen Instrumente anzufertigen (oftmals waren es dreisaitige Strei– Oder –Zupfinstrumente s i g u d ö k), und spielten sie. Eingespielte Lieder– und Instrumentalmusik wurde auch zu Hause für die Familienaugehörigen und Gäste vorgespielt.

Unter den Udmurten gab es k r e z   s i, als Instrument des Umgangs und des Kultur. In diesem Zusammenhang werden zwei Benennungen für dieses Instrument bestätigt: k r e z   s i und b a d z y m  k r e z (einfache und groBe Gusli). Als Umganginstrument klang k r e z während der Hochzeiten, Kalenderfeiertagen, als Instrument des Kultus konnte man es während des öffentlichen Gebets hören. Wahrscheinlich begleiteten sie Rituelltänze.

Das Hirtenfeldinstrument b a d p u   p ö l a n begleitete den ArbeitsprozeB. Die Hirten spielten für ihre Selbstamüsement verschiedene eingespielte Musik vor, darunter auch die den Vogelstimmen nachahmende.

Mehrläufige Flöten sind die ältesten musikalieclien Instrumente des Volkes der Komi. Von der kollektiven Arbeiten zurückkehrend, spielten die Menschen Flöten. In der Winterzeit werden während der traditionellen abendlichen Jugendzusammen künfte und in der Welhnachzeit p ö l a n und c i p s a n gebraucht.

Improviesierte Instrumente, die "im Gehen" hergestellt werden, waren freie Aerophonen: p i p u  l i s t (das Espenlaub), s u m ö d  k i l (das Birkenrindehäutchen) und j u s  p öl a n –die Schwanschalmei), sie waren rein Feldinstrumente. Diese Instrumente spielte man während des Aufenthaltes und der Erholung am FluB, auf den Wiesen und Feldern, während der Heuernte und beim Gehen in den Wald.

Die charakteristische Besonderheit der Blasinstrumente war es, daB die, alters entstandenen Traditionen nach, nur seit dem "Ilja–Tag" (vom 2.August) gespielt werden konnten. Diesen Tag nannte man im musikalischen Gebrauch c i p s a n, p ö l a s a n  l u n (der Tag des Pfeifens und Blasens). Den Volksglauben nach durfte man bis zum "Ilja–Tag" keine Instrumente spielen, vor Angst, das Unwetter und die MiBernte hervorzurufen.

Eine besondere Kategorie bilden Kinderspielinstrumente. Das sind Saisoninstrumente (für Frühling und Sommer) und häuptsächlich eintönige Längsflöten: c i p s a n  g u m, p e l a n  g u m y, b a d p u  c i p s a n, s u l a n.

Der dörfliche Alltag ist ohne feierliches Shapenamüsement nicht zu denken. Besonders verbreitet waren jugendiche Volksfeste mit dem Durchgang durch das ganze Dorf und auch mit dem Rummel am Ufer des Flusses, auf der Wiese. In den alten Zeiten tanzte und sang man unter Begleitung verschiedener Instrumente, die von örtlichen Musikant–Meistern hergestellt wurden. Mit Erscheinung der russischen Fabrikharmonika (die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts) und der Balalaika haben sie den führenden Platz im musikalischen Leben der Komi und Udmurten eingenommen. Im Volksmunde gelten sie als eigene Instrumente: die Harmonika nennt man g u d ö k (syrj.) und a r g a n (udm.).

Traditionelle Instrumente der ästhetischen und angewandten Bestimmung und Instrumentalmusik waren eng mit vielfaltigen Erscheinungen des ökonomiechen und kulturellen Lebens des Volkes der Komi, mit verschiedenen Arten und Formen ihrer Kunstschaffens verbunden. Die Veränderung des ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in der Sowjetzeit lief einen Wandel in Sitten und Traditionen des Volkes hervor, es entstanden und entwickeln sich neue Formen der Volkskunst.

SCHLUBFOLGERUNG

In der Entstehung und Entwicklung von den Instrumenten der permischen Völker lassen sich historisch gebildete Stadien verfolgen. Eine Reihe von musikalischen Instrumenten der Komi und Udmurten gehört nach der Zeit ihrer Herkunft zur Periode der gemeinpermischen ethniscben Gemeinschaft. Das wird durch terminologische Verwandschaft, Ähnlichkeit der konstruktiven Formen, gleiche Produktionsweise und Verfahren des Tonentlockens, Altertümlichkeit der Instrumentalmusik bestätigt.

Es sei betont, daB im ProzeB der längeren musikalischen Praktik die Volksmusikanten traditionell die Produktionsweisen, Verfahren des Stimmens von Instrumenten ausarbeiteten und übergaben. Der Bau und die Tonleiter werden durch Bestimmung jedes Instrumentes (haushälterischangewandt oder musikalisch–älltaglich, ästhetisch), durch das gebildete musikalische System (Diatonika und Pentatonika), durch akustische Besonderheiten (das Entlocken der natürlichen Tonleiter beim Blasen), durch musikalisch–technische Möglichkeiten (abhängig von der Konstruktion des Instrumentes), durch musikalisch–stilistische und andere Faktoren bestimmt.

Andere Instrumente entstanden und werden vervollkommnet nach der Trennung der permischen ethnischen Gruppe in syrjänische und udmurtische Völker, aber aus der Grundlage einiger permischen Traditionen. Die erhaltenen syrjänischen Bodeninstrumente mit Saiten s i g u d ö k (nach den Mustern der Jahre 1903–1960) zeigen das Streben der Sigudök–Meister nach der Vervollkommnung der konstruktiven Formen, Erweiterung der technisch–darstellerischen Moglichkeiten.

In der nächsten Entwicklungsetappe des Instrumentariums (seit Nitte dec 19. Jh.) dringen in den Alltag der Komi und Udmurten nationale Instrumente ein, s.B. Harmonika, Balalaika, Geige (bei Udrmurten).

Die Veränderung der sozial–ökonomischen Bedingungen des kulturellen Lebens, die Verbreitung der neuen musikalischen Instrumente führte zur Senkung der Rolle der traditionellen Musikinstrumente im gegenwärtigen Alltag. Zur Zeit sind die syriänischen und udmurtischen Instrumente angewandter Bestimmung nicht mehr gebräuchlich, ihre Funktionen sind ausgeschöpft und sie werden als Spielzung betrachtet. Eine Reihe von Instrumenten erhält ihre Funktion, sie existiert aber einmalig (im groBen und ganzen unter den Personen der älteren Generation).

Eine Tendenz macht sich bemerkbar — die Tendenz der Übertragung und Anpassung von Volksmusikanten einiger traditioneller, in einem gewissen Grad umgewandelten Formen in den neuen Alltag — aus die Klubsbühnen, folkloristische Festepiele; einige Instrumente dringen in die Sphäre der Laienkunst ein.

In den letzten Jahren dringen die syrjänischen musikalischen Instrumente in die profeseionellen musikalischen Kollektive ein. So werden z.B im Komi Tanz– und Singeensemble "Assya Kya" vervollkommnete mehrläufige Flöten c i p s a n, Hörnchen aus Birkenrinde, Schlaginstrumente t o t s k ö d a n,  p u  b a r a b a n  u.a. benutzt.

Die Untersuchung der syrjänischen udmurtischen musikkultur, die die altertümlichen permischen Instrumente bewahrt hat, ist eine Voraussetzung für das Studium der Instrumente aus der Ebene der finnisch–ugrischen Gemeinschaft. Fremdländische musikalische Inotrumente, die in den Alltag von Syrjänen und Wotjaken eingegangen sind, lassen unter ethnische musikalische folkloristische Beziehungen der finnisch–ugrischen und anderer Völker betrachten.

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